Enkeltrick

Eine kriminelle Masche hat in den letzten Jahren immer mehr Verbreitung gefunden: Der „Enkeltrick“. Hierbei gaukelt ein vermeintlicher Enkel einem älteren Menschen vor, er befinde sich in einer finanziellen Notlage und leider allzu oft streichen die Betrüger große Summen Bargeld ein. Seien Sie misstrauisch bei solchen Anrufen, sichern Sie sich ab, dass tatsächlich ein Enkel anruft.

Mit einer ganz anderen Art Enkeltrick versuchen Menschen sich selbst zu betrügen. Es geht um die Beziehung zu Gott. Manch ein Mensch wächst als Kind gläubiger Eltern auf, besucht selbst auch die Gottesdienste. Aber letztlich sagt er sich: Meine Eltern sind gläubig, also bin ich es auch. Aber dieser Eindruck ist falsch. Gott hat keine Enkel. Er hat nur Kinder. „All denen, die IHN aufnahmen und an Seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden!“ (Johannes 1,12) Dadurch, dass ein Mensch Jesus Christus als seinen Herrn annimmt und glaubt, dass Jesus für seine persönliche Schuld gestorben ist, ja sterben musste, wir er/sie Mitglied in der Familie Gottes. Der Vater von Jesus ist dann auch unser Vater. So dürfen wir ihn ja auch anreden. Und in der Taufe, in der wir auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft werden, bezeugen wir das ja auch. Paulus schreibt: „Wir sind doch Kinder Gottes geworden und dürfen ihn „Abba“, lieber Vater, rufen. Denn der Geist Gottes selbst bestätigt uns tief im Herzen, dass wir Gottes Kinder sind. Und als seine Kinder sind wir auch Miterben an seinem Reichtum…“ (Römer 8,15-17) Dies ist übrigens der einzige Erbfall, bei dem der Erblasser nicht tot ist! „Seht, wie viel Liebe unser himmlischer Vater für uns hat, denn er erlaubt, dass wir seine Kinder genannt werden – und das sind wir auch! Doch die Menschen, die zu dieser Welt gehören, kennen Gott nicht; deshalb verstehen sie auch nicht, dass wir seine Kinder sind. Meine lieben Freunde, wir sind schon jetzt die Kinder Gottes, und wie wir sein werden, wenn Christus wiederkommt, das können wir uns nicht einmal vorstellen. Aber wir wissen, dass wir bei seiner Wiederkehr sein werden wie er, denn wir werden ihn sehen, wie er wirklich ist!“ (1.Johannes 3,1+2)

Wenn wir unseren Kindern etwas Gutes tun wollen, dann sollten wir dafür sorgen, dass sie selbst in eine enge Liebesbeziehung zu Gott kommen, sich selbst für ihn entscheiden.

Gott helfe uns dabei.

 

(04-21 Wolfgang Barth)